Altar in der Cyriakuskirche
Unsere Gottesdienste
Schon von den ersten Tagen der Urchristenheit an haben sich die Christen zu Gottesdiensten versammelt. Sie waren seit jeher Dreh- und Angelpunkt des Gemeindelebens. Gemeindeleben ist Gottesdienst und Gottesdienst ist Gemeindeleben.
Was aber heißt das konkret? Keiner hat es besser formuliert als Martin Luther in seiner Schrift Deutsche Messe und Ordnung des Gottesdienstes (1526). Er verweist dort auf drei verschiedene Arten, wie wir Gottesdienste feiern können oder sollen.
1. Als erstes nennt er die lateinische Messe (formula missae). Es ist die traditionelle Form des Gottesdienstes: liturgisch, (hoch)kirchlich und vor allem für „Insider“. Auch wir feiern einen solchen klassischen, liturgischen Gottesdienst: in der Regel sonntags um 10.10 Uhr (in den Monaten Febr, April, Juni, August, Oktober, Dezember; in den anderen Monaten um 9.00 Uhr). Die aktuellen Termine finden sie
hier.
2. An zweiter Stelle nennt Luther die deutsche Messe. Es ist der Gottesdienst, der „öffentlich in den Kirchen vor allem Volk gehalten“ wird. Er soll so gehalten werden, dass auch die „Nicht-Insider“ ihn verstehen. Auch daran schließen wir uns an: Alle zwei Monate feiern wir unseren F.E.L.S.-Gottesdienst. Verschiedene Gruppen aus unserer Gemeinde gestalten diesen etwas anderen, moderneren Gottesdienst mit. Oft essen wir anschließend gemeinsam oder machen eine gemeinsame Aktion (Ausflug, Grillen …). Die aktuellen Termine des F.E.L.S.- Gottesdienstes finden sie
hier.
Außerdem feiern unsere Jugendlichen zusammen mit den Jugendlichen aus Beilstein und Beilstein-Billensbach dreimal im Jahr einen Jugendgottesdienst in zünftiger Rock-Manier. Infos und Termine finden Sie
hier.
3. Und dann gibt es noch die dritte Art von Gottesdienst. Diese „dritte Weise“, so Luther, ist die eigentlich „rechte Weise“ des evangelischen Gottesdienstes: „Diejenigen, die mit Ernst Christen sein wollen und das Evangelium mit der Tat und dem Munde bekennen, müssten sich mit Namen (in eine Liste) einzeichnen und sich etwa in einem Hause für sich allein versammeln zum Gebet, (die Schrift) zu lesen, zu taufen, das Sakrament (des Abendmahls) zu empfangen und andere christliche Werke zu üben.“ In dieser urchristlichen Form des Gottesdienstes in Hauskirchen kommt das zusammen, was zusammen gehört: Glaube und Leben, Alltag und Nachfolge.
Die Kirche: das sind wir. Deshalb ist die Kirche genau dort zuhause, wo wir zuhause sind: in unseren Wohn-Häusern. Dort teilen wir das Leben miteinander in der Kraft des Heiligen Geistes, essen zusammen und versuchen, Probleme auf dem Hintergrund des Glaubens gemeinsam zu bewältigen. So werden wir immer mehr zu einer Glaubens-, Lebens- und Dienstgemeinschaft.
Deshalb treffen wir uns in verschiedenen Hauskreisen, zu verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Häusern. Sie suchen einen Hauskreis, der zu Ihnen passt? Dann schauen sie mal, vielleicht werden Sie
hier fündig.
Evangelische Kirchengemeinde Gronau
gemeinsam glauben, leben und dienen