Unser Weg ...

... heißt ganz einfach: Nachfolge bzw. Jüngerschaft. Nachfolge hat immer Vorrang!

Wir sind überzeugt davon: Wenn wir Jesus nachfolgen und anderen dabei helfen, dasselbe zu tun, werden wir erleben, wie Gemeindeleben quasi von selbst bei uns und um uns herum "aus dem Boden schießt". Gemeinschaft, Evangelisation, der Dienst aneinander und für andere sowie die Anbetung unseres Herrn sind also die natürlich Folge von Jüngerschaft.

 

 

Beziehungen statt Programme

Unser Weg ist deshalb nicht: Eine Organisation "Gemeinde" bauen, die perfekt "gestylte" Veranstaltungen anbietet und dann (er)wartet, dass diese Veranstaltungen "gut besucht" werden.

 

 

Unser Weg soll direkt zu den Menschen gehen, um mit ihnen gemeinsam Jesus nachzufolgen. Einen kleinen Einblick, wie das aussehen kann, zeigt dieser kleine "Nachfolge-Film":

 

 

Unser Gemeindeleben ist also ein recht einfaches Gemeindeleben.

 

Trotzdem: Ein zufälliger Gottesdienstbesucher würde vermutlich zunächst kaum einen Unterschied zu anderen Gemeinden erkennen können. Auffällig wären vielleicht die etwas spärlichen Hinweise auf weitere gemeindliche Wochenveranstaltungen. Bei näherer Nachfrage würde der Gast dann wahrscheinlich erfahren, dass unser Gemeindeleben neben den gemeinsamen Gottesdiensten vor allem in den einzelnen Kleingruppen stattfindet. Aber warum das alles?

 

Der Verzicht auf viele traditionelle Aspekte des Gemeindelebens sind Ausdruck einer veränderten Sichtweise des Reiches Gottes. Wir verzichten auf jeden Versuch, die Wirklichkeit dieses Herrschaftsbereiches anhand äusserer Aspekte des Gemeindelebens vergegenwärtigen zu wollen. Wir sind dagegen davon überzeugt, dass sich uns die entscheidenden Dimensionen des Reiches Gottes in verbindlicher christlicher Gemeinschaft eröffnen.

 

Die Kreativität des christlichen Lebens kommt hauptsächlich im Alltags-Gottesdienst (Römer 12,1-2) zum Tragen. Besucher sollen nicht durch eine professionell “gestylte” Veranstaltung besonders beeindruckt werden, sondern durch unser Leben. In den Gruppen und Kreisen soll sich das Leben mit Jesus deutlich auswirken.

 

Möglicherweise wirkt eine derart “schlanke” Gemeinde auf viele zunächst etwas eigenartig. Wir fühlen uns aber dadurch bestärkt, dass Christen in neutestamentlicher Zeit - soweit wir erkennen können - auch irgendwie ohne viele der uns mittlerweile so gewohnten Gemeindeaktivitäten überleben konnten. Dabei geht es uns nicht darum, einfach “neutestamentliches Gemeindeleben” zu kopieren. Dennoch wollen wir uns durch die Skizzen neutestamentlicher Gemeinden immer wieder inspirieren lassen.

 

Wir wollen Menschen weniger mittelbar, also mittels Aktivitäten und Veranstaltungen unserer Gemeinde erreichen, als vielmehr unmittelbar, also in direktem Kontakt mit ihnen.

 

Und die Strukturen?

Es gibt somit zwei strukturelle Brennpunkte unseres Gemeindelebens: der gemeinsame Gottesdienst und die einzelnen Kleingruppen. Während in den gemeinsamen Gottesdiensten der Schwerpunkt auf Anbetung und Lehre liegt, geht es in jeder Kleingruppe (Zelle) um Jüngerschaft, geistliche Gemeinschaft, den Dienst aneinander und für andere, der Evangelisation und um die Anbetung unseres Herrn.

 

Hier kommt es darauf an, dass sich jede Kleingruppe um Jesus Christus herum zusammenfindet. Unsere Gruppen und Kreise sind also keine Kuschelclubs für Gleichgesinnte, in diesem Sinne gerade keine homogenen Einheiten, sondern jeweils eine Konkretion von “Gemeinde”.

 

Jede einzelne Kleingruppe ist von ihrem Ansatz her als eine sichtbare Ausprägung der christlichen Gemeinde konzipiert. In diesem Sinne ist eine Kleingruppe tatsächlich ”Gemeinde”.

 

Wir wollen eine Gemeinde sein, in der die “normalen” Mitglieder den "kirchlichen Dienst" ausüben: Alle Facetten des evangelistisch-diakonischen Grundauftrages der Gemeinde liegen in ihrer Verantwortung. Darum befassen sich die Mitglieder dieser Gemeinde möglichst wenig mit innergemeindlichen Aufgaben, leben möglichst wenig in “frommen” Kreisen. Statt dessen halten sie sich so oft wie möglich in den unchristlichen Strukturen ihres Umfeldes auf.

 

Mag sein, dass dabei so manches gemeindliche Unterhaltungsprogramm auf der Strecke bleibt. Man könnte nur immer wieder auf den Grund der lebendigen Hoffnung hinweisen, die sich vor allem in Gemeinschaft sichtbar auswirken wird: In der Gemeinschaft untereinander und in der Gemeinschaft mit unserem HERRN: Jesus Christus.